In der geistlichen Begleitung gläubiger Menschen höre ich immer wieder folgende Sätze: Ich bin dabei meinen Glauben zu verlieren, ich verliere das Interesse an Gebet und Bibellesen, ich verliere den Bezug zum Gottesdienst usw.

Oft sind diese Menschen verzweifelt und voller Scham und Unsicherheit über ihre Gefühle, die auch noch verstärkt werden mit frommen Durchhalteparolen, wohlmeinenden Gläubigen, wie Buße zu tun, nicht lauwarm zu werden und zu überwinden! Was die Verzweiflung dann oft nur verstärkt, weil es nicht funktioniert!
Es ist der Totschlag mit dem frommen Ratschlag!
Ich selber bin in der Regel immer sehr froh, wenn Menschen an diesem Punkt geraten . . . Und ich sage Ihnen dann den oben aufgeführten Satz . . .

Manchmal muss man „Etwas“, zuerst verlieren,
um es später „Wirklich“ zu finden!

Denn allzu oft ist das, was wir verlieren, nicht das Original, sondern eine Kopie des Originals, die wir erstanden haben ohne den Wert des Originals je selber kennengelernt zu haben. Wie viel Glaubensmuster, haben wir durchaus gut gemeint von anderen gelernt und ungefragt übernommen, aber sie nicht wirklich erlebt und durchlebt.

Und in den Krisen die dann kommen verlieren wir diese Muster, religiösen Geh-Hilfen und von anderen übernommenen Gottesbilder, aber nicht das Original.Denn das werden wir jetzt SELBER und real finden, nachdem das Alte verloren zerbrochen ist.
Es ist das was HIOB erlebt hat, als am Ende seiner Lebenskrisen ausrief:

„Ich kannte dich vom Hörensagen, jetzt hat mein Auge dich gesehen!“

Wenn du gerade dort stehst, wo du scheinbar alles verlierst, manchmal auch Freunde, dann rechne damit, dass ein Größerer als Du, Platz in dir schafft, damit das Original findest.

Uwe Dahlke (LJM)

 

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