Liebe Freunde, Weggefährten, Mitreisenden auf der Lebensreise . . .
Zum Jahresbeginn möchte ich mein Herz „Risikoreich“ weit öffnen mit einer Hoffnung die mich
immer wieder neu ergreift und Mut macht, an eine FROHE BOTSCHAFT zu glauben, die weit über
unser Begreifen hinausgeht; und an einen Vater, der Erlösung grösser und weiter denkt, als wir es
in unserem oft immer noch „Vergeltungsorientierten Denken und Glauben zu hoffen wagen.

Wir sind auch für 2022 berufen zu beten . . . Dein Reich komme . . . Dein Wille geschehe . . .
Dieses Gebet ist, „tief und real verstanden“… die Bankrotterklärung unseres so beschworenen
„Freien Willens“ und die Bitte, das der Vater selber unseren Willen SEINEM unterordnet und seine
Lebens Regentschaft, die er schon immer für uns vorgesehen hatte, in uns „Realität“ werden lässt!
Und das nicht nur für einen verschwindend „Kleinen Rest“ ,der es geschafft hat
diszipliniert dranzubleiben . . . Sondern für ALLE Kinder die ER geschaffen hat, wie es
diese nachfolgenden Texte, die so wenigen bekannt sind, sagen!

Zefania 3.9
Dann aber will ich DEN VÖLKERN andere, reine Lippen geben, dass sie ALLE den Namen des
HERRN anrufen und ihm einträchtig dienen!
Hesekiel 36:26-27 + Jeremia 31.33-34 (Gott wird es tun und nicht wir!)
Und ICH will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euch legen; ICH will das
steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben; ICH will
meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen
Satzungen wandeln und meine Rechte beobachten und tun. Ich will mein Gesetz in ihr Herz
geben und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein;
34 und wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: “Erkenne den
HERRN”, sondern sie sollen mich alle kennen, beide, klein und groß, spricht der Herr. Denn
ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünden nimmermehr gedenken.

Jeremia 3.17-19 + Jesaj 25.8
Zu jener Zeit wird man Jerusalem «Thron des HERRN» nennen, und es werden sich ALLE
HEIDEN dorthin versammeln, zum Namen des HERRN, nach Jerusalem, und sie werden
hinfort nicht mehr dem Starrsinn ihres bösen Herzens folgen. Und der Herr wird auf diesem
Berge die Schleierhülle wegtun, damit ALLE VÖLKER verhüllt sind, und die Decke, mit der
ALLE HEIDEN zugedeckt sind.

Psalm 22.27 +86.9 +66.4

Es werden daran gedenken und sich zum HERRN bekehren ALLE ENDEN der Erde, und vor dir
werden anbeten ALLE GESCHLECHTER der Heiden. ALLE Nationen, die du gemacht, werden
kommen und vor dir anbeten, o Herr, und deinem Namen Ehre geben! 66:4 Die ganze Welt
wird dich anbeten: Sie musizieren vor dir / und sie werden deinen Namen besingen

Johannes 12:32

Und ICH, wenn ICH erhöht werde von der Erde, so will ICH sie *ALLE zu mir ziehen!

Römer 11:32-33

Denn Gott hat ALLE miteinander in den Unglauben verschlossen, damit er sich ALLER
erbarme. O welch eine Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie
unergründlich sind seine Gerichte und unausforschlich seine Wege!

Für alle die jetzt reflexhaft die „Häresiekeule der Allversöhnung“ hervorholen . . . möchte ich
bitten diese biblischen Texte (von denen es noch viel mehr gibt) einmal „unvoreingenommen“ zu
reflektieren … und zu akzeptieren, das sie auch in der Heiligen Schrift stehen; und vor
allem den Schluss Vers in Römer 11.32.33 zu bedenken . . .
Wie unergründlich sind seine Gerichte und unausforschlich seine Wege!

Wir können Gott nicht in einer dogmatischen Box gefangenhalten; und sollten, was die Hoffnung
auf das Ende angeht, immer das „Beste“ hoffen. Die Hoffnung (Ich sage nicht Dogma) die ich
erhoffe . . . ist in der seriösen Theologie bekannt unter dem Begriff „apokatastasis panton“ (Die
Wiederbringung aller Dinge) und war in der Frühen Christenheit bis in 3.Jahrhundert weit
verbreitet und wird, bis heute, von nicht wenigen Theologen aller Kirchen als reale und biblisch
ebenso belegbare Glaubenshoffnung angesehen!, wie der „doppelte Ausgang“ (Hölle/Himmel)

Ich sage nicht, das dies ein Dogma ist das man „glauben muss“ aber eine reale Hoffnung die vom
biblischen Text her tiefe Begründung hat; und die jeder für sich selbst prüfen muss, was sein
Gewissen und der Verstand ihm sagt. Stellen wir uns folgende Frage als würde sie uns betreffen:

Zum seriösen Nachdenken:
Was für einen tieferen Sinn ergibt eine Bestrafung, die NIEMALS endet, für ein menschlcihes
Leben in Schuld von ca. 80 Jahren? Unvorstellbare Qual, ohne Hoffnung auf keinerlei Ende?
1.000.000 Jahre
1.000.000.000 Jahre
1.000.000.000.000 .000.000.000.000.000.000.Jahre = Quintillion
1.000.000.000.000.000.000.000,000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Jahre = Oktiliarde
und das sind nur Wimpernschläge in der endlosen Ewigkeit!!

Ich möchte hier Hans Urs von Balthasar (Link hier)zitieren einen weltberühmten kath. Theologen, der
ebenfalls an eine größere Dimension der Gnade glaubte, als wir meinen, sie zu kennen.

Zitat:
Doch ist eine solche Hoffnung nicht wahnwitzig? Geht sie nicht allzu leichtfertig über das
Grauen der Geschichte hinweg? Müssen die Täter wie Hitler & Co. nicht ihre gerechte
Strafe finden? Fordern die ungesühnten Verbrechen der Vergangenheit nicht Vergeltung?

Von Balthasar wäre der Letzte, der solche Fragen leichtfertig beiseite schöbe. Ausdrücklich hebt
er in seinen Büchern hervor, dass erst im Angesicht göttlichen Gerichts, das ganze Ausmaß an
Sünde und Schuld offenbar werden wird, das sich Menschen untereinander und vor sich selbst
gerne verhehlen.

Vor Christus, dem Richter, werde keinem die «Höllenfahrt» der eigenen Selbstüberführung erspart
(Matth.18.24+33). Vor Christus, dem Retter, werde zugleich jedem Heil angeboten und dem Täter
– trotz seinen Taten – Vergebung gewährt, nicht in einem Akt der gleichgültiger Überwältigung,
sondern des schmerzhaften Werbens um Zustimmung. (1.Petrus 4.6)  *ZITAT ENDE

„GOTT RICHTET NICHT HIN, ER RICHTET HER!“ (R.Röhrner)

Jesaja 57.16 + Klagelieder 3.31_+ Micha 7:18
Denn ICH hadere nicht ewig und zürne nicht ohne Ende, denn ihr Geist würde vor mir
verschmachten und die Seelen, die ICH gemacht habe. Denn der HERR verstößt nicht
ewiglich; sondern er betrübt wohl, und erbarmt sich wieder nach seiner Güte. Denn nicht von
Herzen plagt und betrübt ER die Menschen, als wollte er die Gefangenen auf Erden gar
unter seine Füße zertreten . . . Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und
erlässt die Missetat den übrigen seines Erbteils, der seinen Zorn nicht ewiglich behält! denn er
ist barmherzig.

Mit diesen, sicher nicht einfachen Gedanken, möchte ich Euch segnend herausfordern,
Hoffnungsvoll in das Jahr 2022 und weit darüber hinaus zu gehen.
Für alle die sich tiefer damit
beschäftigen möchten gibt es in einigen Woche auf meiner Homepage einen Link-Button zum
Thema „Apokatastasis“ mit viel theologischen Literaturhinweisen und weiterführenden Infos.
Zulange haben wir den glaubensdistanzierten Menschen gesagt „WAS SIE NICHT sind, anstatt
ihnen zu sagen was sie tief in ihrem inneren sind und sein werden, wenn die unvorstellbare
Gnade des Vaters ihr Werk getan hat.
Römer 11:32-33
Denn Gott hat ALLE miteinander in den Unglauben verschlossen, damit er sich ALLER
erbarme. O welch eine Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie
unergründlich sind seine Gerichte und unausforschlich seine Wege!

Ich schließe diesen Rundbrief mit einem rührenden Zitat aus einem Weltklassiker der Literatur:
SCHULD UND SÜHNE . . . Roman von Fjodor Dostojewski
Auszug aus der Rede des Trunkenboldes Marmeladow mit dem Studenten Raslanikow über die Gnade Christi
mit ihm den Säufer und Sonia seiner Tochter die sich prostituiert um die Familie zu ernähren. . . .

„ . . . Mitleid aber wird mit uns DER haben, der mit allen Mitleid hat und alle und alles versteht, er, der Einzige, er
wird Richter sein. Er wird an jenem Tage kommen und fragen:
Wo ist die Tochter, die sich um der bösen, schwindsüchtigen Stiefmutter und der fremden Kinderchen willen zum
Opfer gebracht hat? Wo ist die Tochter, die mit ihrem irdischen Vater, einem verkommenen Trunkenbold, Mitleid
hatte, ohne vor seiner Verrohung zu erschrecken?’ Und er wird sagen:

Komm her zu mir! Ich habe dir schon damals vergeben… dir schon damals vergeben. Vergeben wird dir auch jetzt
deiner Sünden Menge, denn du hast viel geliebt…’ Und er vergibt meiner Sonja, er vergibt ihr; ich weiß, dass er ihr
vergibt. Das habe ich noch eben erst, als ich heute bei ihr war, in meinem Herzen gefühlt!

Und alle wird er richten und allen vergeben, den Guten und den Bösen, den Weisen und den Einfältigen. Und wenn er dann mit allen fertig sein wird, dann wird er auch zu uns sprechen. Kommet her, wird er sagen, Auch ihr!
Kommet her, ihr Säufer, kommet her, ihr Willensschwachen, kommet her, ihr Schamlosen.’ Und wir werden alle
kommen, ohne Scheu, und vor ihn hintreten. Und er wird sagen:

Schweine seid ihr, Ebenbilder des Viehes; aber kommet auch ihr zu mir!’
Da werden die Weisen und die Klugen sprechen: Herr, warum nimmst du diese auf?
Und er wird sagen: Darum nehme ich sie auf, ihr Weisen, darum nehme ich sie auf, ihr Klugen, weil
auch nicht einer von ihnen, sich dessen selbst für würdig gehalten hat!

Und er wird uns seine Hände entgegenstrecken, und wir werden vor ihm niederfallen… und werden weinen… und
werden alles verstehen! Dann werden wir alles verstehen und sagen: Herr, dein Reich komme!
* ZITAT ENDE

Seid herzlichst gegrüßt und gesegnet in 2022 und ich habe keinerlei Problem, wenn ihr das völlig anderes seht, verbunden in der Liebe des Vaters grüße ich euch. . .
Euer Uwe Dahlke | Lifejourneys Ministries | www.lifejourneys.de

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